Sie möchten eigene Lehrbausteine entwickeln? Unsere Methodensammlung bietet Ihnen vielfältige Zugänge, um Lernende im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung aktiv einzubeziehen.
Methoden am Beispiel der SDGs
ABC-Methode
Die ABC-Methode stellt ein strukturierendes Sammel- und Wiederholungsverfahren dar. Durch die alphabetische Aneinanderreihung sollen verschiedene unterschiedliche Aspekte eines Themas sichtbar dargestellt werden. Im Kontext der SDGs stellt die Methode eine Möglichkeit dar nachhaltige Entwicklung als vielschichtiges und vernetztes Themenfeld zu erfassen.
Durchführungsmöglichkeit
- Lehrperson teilt ein Arbeitsblatt mit Buchstaben A-Z aus oder projiziert das Alphabet an die Wand.
- Arbeitsauftrag: „Notiere zu möglichst vielen Buchstaben einen Begriff, welchen du mit Armut verbindest.“
- Die Bearbeitung erfolgt zunächst einzeln, anschließen Austausch in Partnerarbeit möglich, um fehlende Buchstaben zu ergänzen
- Auswertung: Ausgewählte Begriffe werden im Plenum gesammelt und kurz Themenfeldern zugeordnet (z.B. sozial, wirtschaftlich oder politisch)
- Bewusstsein für Komplexität
Ampelquiz
Das Ampelquiz bietet die Möglichkeit für ein schnelles Rückmelde- oder Diskussionsverfahren. Lernende geben mit farbigen Kärtchen ihre Einschätzung zu Aussagen oder Thesen ab. Die Methode ist gut geeignet, um in größeren Gruppen unterschiedliche Meinungen in kürzester Zeit einzuholen.
Durchführungsmöglichkeit
- Lehrperson stellt nacheinander Aussagen vor (z.B. Armut ist vor allem die Folge persönlicher Entscheidungen)
- Die Lernenden sind dazu angehalten, ihre Zustimmung (grün), Unsicherheit (gelb) oder Ablehnung (rot) mit den Karten anzuzeigen.
- Nach jeder Aussage können zwei Lernende gebeten werden, ihre Entscheidung kurz zu begründen.
- Bei der Auswertung können Einschätzungen verglichen werden und unterschiedliche, auch unbekannte Perspektiven hervorgehoben werden.
- Kommunikationsfähigkeiten
Anonymer Hut
Der Anonyme Hut eignet sich gut zur anonymen Sammlung von Meinungen, Ideen oder Fragen. Die Anonymität ermöglicht allen Lernenden sich zu beteiligen, auch bei sensiblen Themen.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson formuliert eine klare Leitfrage: z.B. Was ist deiner Meinung nach die wichtigste Ursache von Armut in Deutschland?
- Die Lernenden schreiben ihre Antwort auf einen Zettel, falten ihn und werden anschließend in einem Hut gesammelt, gemischt und vorgelesen.
- Die Auswertung erfolgt, indem die Lehrperson einzelne Beiträge aufgreift und sie gemeinsam mit der Lerngruppe einordnet und bei Gelegenheit kurz diskutieren lässt.
- Empathie und Mitgefühl
- Wertschätzung
Argumentationsmap
Die Argumentationsmap ist eine strukturierende Methode zur Analyse von Problemstellungen und zur Entwicklung von Lösungsansätzen durch den Vergleich von Ist- und Soll-Zustand. Die Methode unterstützt Lernende bei der Entwicklung eines klar formulierten Appells im Kontext nachhaltiger Entwicklung.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson stellt ein einfaches Schema bereit (Tafel oder Arbeitsblatt): Ist-Schema – Soll-Zustand – Hindernisse – Appell
- Ist-Zustand: Die Lernenden beschreiben die aktuelle Situation, z.B. „Viele Menschen haben keinen Zugang zu sicherer Bildung.“
- Soll-Zustand: Die Lernenden formulieren das gewünschte Ziel, z.B. „Alle Menschen sollen Zugang zu Bildung haben.“
- Hindernisse: Es werden Gründe gesammelt, welchen den Weg vom Ist- in den Soll-Zustand maßgeblich erschweren.
- Appell: Die Lernenden formulieren einen konkreten Appell, z.B. als Merksatz „Der Ausbau kostenloser Zusatzförderungen ist ein wichtiger Schritt zu Bekämpfung von Armut.“
- Auswertung durch kurze Präsentation der Maps im Plenum
- Kritisches Denken
Assoziationskette
Die Assoziationskette ist eine aktivierende Methode zur spontanen Sammlung von Begriffen, Gedanken oder Meinungen. Sie ermöglicht einen niederschwelligen Einstieg in SDG-Themen und macht verschiedene Sichtweisen klar.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson zeichnet einen Stern oder Kreis an die Tafel und notiert in der Mitte die Leitfrage, z.B.: Was gehört alles zum Thema Armut?
- Lernende übernehmen das Mitschreiben an der Tafel.
- Lerngruppe nennt spontane Ideen, Begriffe oder Aspekte, die an den „Sternenarmen“ notiert werden. Hier wird jede Idee ohne Wertung mit aufgenommen
- Auswertung kann durch eine kurze gemeinsame Sichtung oder durch eine Zuordnung zu Perspektiven (sozial, politisch, wirtschaftlich)
- Offenheit und Lernbereitschaft
Forschungsheft
Das Forschungsheft ist eine individuelle Dokumentation von Beobachtungen, Gedanken und Erkenntnissen. Es stellt eine Möglichkeit dar, um selbstständiges, reflexives Lernen zu unterstützen.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lernenden legen ein Forschungsheft (analog oder digital) an
- Möglicher Arbeitsauftrag: „Halte folgendes fest! Was habe ich Neues über Hunger gelernt? Was hat mich überrascht oder irritiert? Welche Fragen habe ich noch?“
- Optional: Füge deinen Aufzeichnungen einen optischen Impuls hinzu (Bild, Statistik, etc.)
- Auswertung durch Murmelgruppen über ausgewählte Ereignisse
- Selbsterkenntnis
Fragenball
Der Fragenball ist eine Methode zur Wiederholung und Festigung bereits erarbeiteter und erlernter Inhalte. Durch Bewegung und spontane Reaktion wird das Wissen reaktiviert und vernetzt.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lernenden stellen sich im Kreis auf.
- Die Lehrperson stellt eine Frage zum SDG 2 und wirft daraufhin den Ball einer Person zu, z.B. Was bedeutet Ernährungsunsicherheit?“ Mögliche Fragetypen können Begriffe, Zusammenhänge und Gegensätze umfassen.
- Die fangende Person beantwortet die Frage und stellt anschlie0end selbst eine neue Frage zum Thema und wirft den Ball einer anderen Person zu. Das Spiel wird fortgeführt.
- Kurze Abschluss- und Auswertungsrunde. „Welche Frage war besonders schwierig?“
- Bewusstsein für Komplexität
Freewriting
Beim Freewriting sollen die Lernenden ohne Unterbrechung zu einem vorgegebenen Impuls schreiben. Hierbei liegt der Fokus die Gedanken fließen zu lassen und nicht auf die Qualität oder Struktur des produziertes Textes.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson notiert einen Schreibimpuls and die Tafel, z.B. „Was bedeutet Hunger – für Betroffene und für unsere Gesellschaft?“
- Die Lernenden schreiben nun für eine festgelegte Minutenzahl (5 min) ohne den Stift abzusetzen. Es sollen keine Korrekturen erfolgen, auch von Nachdenken über
- Formulierungen soll abgesehen werden.
- Freiwillige können Ihre formulierten Texte vorlesen.
- Auswertung: „Welche Gedanken kamen mehrfach vor?“
- Offenheit und Lernbereitschaft
Fünfsatztechnik
Die Fünfsatztechnik unterstützt Lernende dabei, Diskussionsbeiträge logisch und nachvollziehbar aufzubauen.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson gibt ein Diskussionsstatement vor, z.B. „Regionale Landwirtschaft ist ein wichtiger Schlüssel gegen Hunger.“
- Die Lernenden erhalten Satzanfänge für die fünf Schritte:
- Anknüpfung: „Ich möchte an den vorherigen Beitrag anknüpfen …“
- Argument: „Ein wichtiger Grund dafür ist …“
- Gegen- oder Ergänzungsargument: „Gleichzeitig muss man bedenken …“
- Abwägung: „Insgesamt zeigt sich …“
- Schluss/Appell: „Deshalb sollte ..:“
- Es erfolgt eine kurze Diskussionsphase im Plenum.
- Kurze Reflexion hinsichtlich der Frage, ob die Struktur für die Diskussion geholfen hat.
- Kommunikationsfähigkeiten
Ideensalat
Der Ideensalat ermöglicht die Sammlung individueller Gedanken und anschließende gemeinschaftliche Strukturierung.
Durchführungsmöglichkeit
- In Einzelarbeit erhalten die Lernenden zwei verschiedenfarbige Karten:
- Frage 1: „Was sind Ursachen von Hunger?“
- Frage 2: „Was könnte Hunger reduzieren?“
- Die Lernenden schreiben Antworten auf die Karten. Die Karten werden anschließend eingesammelt und gruppenweise sortiert.
- Die Antworten werden im Plenum durchgegangen und werden Kategorien zugeordnet (z.B. politisch, sozial, etc.).
- Perspektivische Fähigkeiten
Lautes Denken
Beim Lauten Denken verbalisieren Lernende ihre spontanen Gedanken zu einem Text. Dadurch werden Lese- und Verstehensprozesse sichtbar gemacht und gemeinsam reflektiert.
Durchführungsmöglichkeit
- Lehrperson stellt einen Text bereit, z.B. Artikel über Umgang mit Stress.
- Phase 1: Lernende äußern beim Lesen laut ihre Gedanken (z.B. Fragen oder Assoziationen).
- Phase 2: Austausch in Kleingruppen über erste Eindrucke und mögliche Verständnisprobleme.
- Phase 3: Sammlung der zentralen Erkenntnisse im Plenum.
- Reflexion durch kurze Diskussion im Plenum: „Wie tragen unterschiedliche Sichtweisen dabei, den Text besser zu verstehen?“
- Inklusive Denkweise und interkulturelle Kompetenz
- Kommunikationsfähigkeiten
Lernplakat
Das Lernplakat ist ein visuelles Merkblatt, welches zentrale Inhalte dauerhaft sichtbar macht. Durch die wiederholte Betrachtung wird Wissen nachhaltig verankert.
Durchführungsmöglichkeit
- Erarbeitung der Inhalte zuvor im Unterricht (z.B. körperliche, psychische oder soziale Gesundheit)
- Die Lernenden gestalten anschließend in Einzelarbeit oder in Kleingruppen ein Lernplakat zu einem ausgewählten Thema. Hierfür nutzen sie auch Gestaltungsmöglichkeiten wie Bilder, Symbole, Grafiken etc.
- Die Plakate werden anschließend an einem gut sichtbaren Ort aufgehängt.
- Reflexion: Kurze Plenumsdiskussion, z.B. „Welche Inhalten begegnen euch im Alltag immer wieder?“
- Bewusstsein für Komplexität
- Langfristige Orientierung und Visionen
Meinungslinie
Die Meinungslinie ist eine bewegungsorientierte Diskussionsmethode, mit der persönliche Einstellungen sichtbar gemacht werden können. Durch den Austausch entlang einer Positionslinie werden Reflexions- und Argumentationsprozesse angeregt.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson markiert im Raum eine Linie (z.B. Klebeband).
- An den Enden der Linie stehen gegensätzliche Positionen, z.B. „Psychische Gesundheit geht nur jeden persönlich was an.“ vs. „Psychische Gesundheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“
- Die Lernenden sind im nächsten Schritt dazu angehalten sich entlang der Linie zu positionieren.
- Im Anschluss erfolgt ein Austausch mit Lernenden in ähnlichen Positionen, dann in deutlich anderen Personen.
- Auswertung durch eine kurze Plenumsdiskussion hinsichtlich der Frage, ob sich durch den Austausch Positionen verändert haben.
- Kommunikationsfähigkeiten
- Vertrauen
Menschen-Memory
Das Menschen-Memory ist eine spielerische, körperlich-aktive Methode zur Festigung von Wissen. Inhalte werden durch Bewegung und Wiederholung verankert und mit positiven Lernerfahrungen verbunden.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson legt ein Oberthema fest, z.B. „Gesunde Gewohnheiten“
- Zwei Lernende verlassen den Raum
- Die übrigen Lernenden bilden Paare und überlegen sich eine Bewegung, die zum Begriff passt (z.B. Schlafen, Zähneputzen, etc.)
- Die Ratenden kehren zurück und müssen nun die Paare aufdecken, indem sie die Begriffe nennen und sich die Bewegungen ansehen.
- Auswertung: Kurze Reflexion durch Plenumsdiskussion, z.B.: „Welche Gewohnheiten tragen besonders zu Gesundheit und Wohlbefinden bei?“
- Offenheit und Lernbereitschaft
Perspektivenwechsel
Der Perspektivenwechsel fördert Empathie, indem Lernende Texte aus einer anderen Sicht neugestalten. Besonders bei Themen wie Gesundheit, Krankheit oder psychischem Wohlbefinden eröffnet die Methode neue Zugänge.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lernenden lesen einen knappen Text, z.B. eine Geschichte über Stress, Krankheit oder psychische Belastung.
- Möglicher Arbeitsauftrag: „Schreibe den Text aus einer neuen Perspektive, z.B. aus der Ich-Perspektive einer betroffenen Person/aus der Sicht eines Familienmitglieds oder einer Lehrkraft.“ à Bearbeitung in Einzelarbeit
- Auswertung: Freiwillige können ihre Texte vorlesen
- Reflexion: „Was verändert sich, wenn wir die Perspektive wechseln?“
- Perspektivische Fähigkeiten
Murmelgruppe
Die Murmelgruppe ermöglicht den Lernenden einen niedrigschwelligen Austausch in Kleingruppen und eignet sich besonders gut, um erste Meinungen zu bilden und auszutauschen.
Durchführungsmöglichkeit
- Lehrperson legt Leitfrage fest, z.B. „Was bedeutet hochwertige Bildung für dich?“
- Lernende tauschen sich im Anschluss zu zweit oder zu dritt aus.
- Anschließend erfolgt eine kurze Rückmeldung im Plenum
- Auswertung durch Reflexion, z.B. „Welche Gedanken hat eure Gruppe geäußert, auf die ihr von selbst nicht gekommen wärt?“
- Kommunikationsfähigkeiten
- Vertrauen
Punktabfrage
Die Methode macht Meinungen und Präferenzen visuell sichtbar und zeigt Unterschiede und Gemeinsamkeiten innerhalb der Lerngruppe auf.
Durchführungsmöglichkeit
- Lehrperson teilt Karten aus, auf welchen Aussagen oder Aspekte stehen, z.B. „Digitale Medien“, „Ruhige Lernatmosphäre“, etc. à Karten werden im Raum ausgelegt
- Lernende verteilen Klebepunkte bei den jeweiligen Aspekten, die sie für besonders relevant halten.
- Kurzer Austausch in Gruppen oder Reflexion im Plenum über das Ergebnis der Verteilung
- Perspektivische Fähigkeiten
Sokratisches Gespräch
Das sokratische Gespräch ermöglicht eine strukturierte, respektvolle Auseinandersetzung mit ethischen und gesellschaftlichen Fragestellungen.
Durchführungsmöglichkeit
- Lehrperson erläutert Leitfrage, z.B. „Hat jeder Mensch ein Recht auf die gleiche Bildung?“ und bringt einen kurzen Impuls oder Beispiel an.
- Die Diskussion erfolgt nach vereinbarten Gesprächsregeln und wird von der Lehrperson oder einem weiteren Lernenden neutral moderiert.
- Reflexion kann auf inhaltliche Ebene erfolgen sowie auf Meta-Ebene (z.B. „Wie haben wir diskutiert?“)
- Offenheit und Lernbereitschaft
Think-Pair-Share
Think-Pair-Share ist eine Methode für eine strukturierte Diskussion, die individuelles Nachdenken, ein kooperatives Austauschen und einen gemeinsamen Erkenntnisgewinn beinhaltet. Sie eignet sich besonders zur Bearbeitung komplexer Zukunftsfragen.
Durchführungsmöglichkeit
- Think (3 – 5 Minuten): Die Lernenden denken individuell über eine von der Lehrperson gestellte Leitfrage, z.B. „Wie verändert Digitalisierung das Lernen?“ nach.
- Pair (5 Minuten): Lernende tauschen sich paarweise über ihre Überlegungen aus.
- Share (5 Minuten): Paare teilen ihr Ergebnis im Plenum. Die Lehrperson sammelt die Argumente strukturiert an der Tafel
- Auswertung: Wie hat der Austausch meine ursprüngliche Meinung verändert? Welche Facetten sind hinzugekommen?
- Kritisches Denken
World Café
Das World Café fördert durch rotierende Gruppengespräche das dialogische Lernen und die kollektive Wissensbildung.
Durchführungsmöglichkeit
- Es liegen Leitfragen auf unterschiedlichen Tischen, z.B. Wie kann Schule gerechter werden?“ oder „Was brauchen Lehrende, um Lernenden gute Bildung zu ermöglichen?“
- An jedem Tisch sitzt ein Gastgeber. Es folgen Gesprächsrunden, nach einer festgesetzten Zeit erfolgt ein Tischwechsel. Ergebnisse werden auf Papier festgehalten.
- Abschluss: Gemeinsam Auswertung der Gesprächsergebnisse im Plenum
- Kommunikationsfähigkeiten
- Mitgestaltungsfähigkeiten
Lotus-Diagramm
Die Methode hilft um ein zentrales Problem systematisch zu analysieren und verschiedene Ursachen und Lösungsansätze sichtbar zu machen.
Durchführungsmöglichkeit
- In der Mitte des Lotus-Diagramms steht eine Leitfrage (z.B. „Warum gibt es weltweit noch keine vollständige Gleichstellung der Geschlechter?“)
- In Kleingruppen sammeln die Lernenden acht Einflussfaktoren (z.B. Bildung, Recht, Kultur, Wirtschaft, etc.). Jeder Aspekt wird in ein äußeres Feld eingetragen.
- Auswertung: „Welche Ursachen erscheinen besonders zentral?“, „Welche sind veränderbar, welche schwer beeinflussbar?“
- Kritisches Denken
Markt der Ergebnisse
Die Methode ermöglicht einen aktiven Austausch über unterschiedliche Arbeitsergebnisse und fördert selbstständiges Nachfragen sowie aktive kommunikative Kompetenzen.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lerngruppe arbeitet in Kleingruppen zu unterschiedlichen Aspekten, z.B. Frauen und Bildung, Frauen und Arbeit, Gewalt gegen Frauen, etc.
- Die Gruppen bereiten ihre Ergebnisse visuell auf (Plakat).
- Eine Person bleibt als „Standbetreuung“ am Plakat. Die Anderen bewegen sich freu durch den Raum.
- Besuchende stellen Fragen und vergleichen Ergebnisse.
- Auswertung: „Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten zeigen sich?“, „Welche Themen betreffen besonders viele Länder?“
- Kommunikationsfähigkeiten
Mystery
Die Methode fördert vernetztes Denken, indem komplexe Sachverhalte rekonstruiert und erklärt werden.
Durchführungsmöglichkeit
- Leitfrage: z.B. „Warum gehen Millionen Mädchen weltweit nicht regelmäßig zur Schule?“
- Lernenden erhalten Informationskarten (z.B. Armut, frühe Heirat, fehlende Schulen, etc.)
- In Gruppen ordnen sie die Karten und entwickeln Erklärungszusammenhänge.
- Ergebnisse werden visuell dargestellt (z.B. Wirkungsgefüge).
- Auswertung: „Welche Faktoren verstärken sich gegenseitig?“, „Wo wären politische oder gesellschaftliche Eingriffe möglich?“
- Bewusstsein für Komplexität
One-Minute-Paper
Die Methode ermöglicht kurze, persönliche Reflexionen und gibt der Lehrperson Einblicke in die Denkprozesse der Lernenden.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson stellt eine kurze Frage, z.B. „Wo begegne ich im Alltag Ungleichbehandlung zwischen den Geschlechtern?“
- Die Lernenden schreiben eine Minute lang ihre Gedanken auf.
- Die Zettel werden eingesammelt und gemischt.
- Die Zettel werden anonym vorgelesen und als Anlass für eine Besprechung genommen.
- Selbsterkenntnis
Zurückspulen
Die Methode schult das aufmerksame Zuhören und sensibilisiert für Sprache, Rollenbilder und implizite Wertungen. Aussagen werden bewusst wahrgenommen und im Nachhinein reflektiert.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson kündigt and, dass auf das Stichwort „Zurückspulen“ geachtet werden soll.
- Im Plenum wird eine Minute lang über eine Leitfrage gesprochen, z.B. „Sind Frauen und Männer heutzutage wirklich gleichberechtigt?“ Eine Person stoppt die Zeit, während das Gespräch normal weiterläuft. Nach Ablauf der Minute wird das Gespräch unterbrochen.
- Eine ausgewählte Person versucht, die gehörten Aussagen möglichst genau und in Reihenfolge zu wiederholen.
- Auswertung: „Welche Aussagen sind hängen geblieben?“, „Gab es stereotype Zuschreibungen?“, „Welche Perspektive kamen häufig/selten vor?“
- Gegenwärtigkeit
Anonymer Hut
Der Anonyme Hut eignet sich gut zur anonymen Sammlung von Meinungen, Ideen oder Fragen. Die Anonymität ermöglicht allen Lernenden sich zu beteiligen, auch bei sensiblen Themen.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson formuliert eine Leitfrage, z.B. „Was ist aus deiner Sicht das größte Problem beim Zugang zu sauberem Wasser weltweit?“
- Die Lernenden sind dazu angehalten ihre Antworten anonym auf einen Zettel zu schreiben, diesen zu falten und ihn in einen Hut zu werfen. Anschließend werden diese durchgemischt.
- Die Lehrperson nimmt sich nacheinander Zettel und liest diese laut vor.
- Auswertung durch Reflexion im Plenum, z.B. „Welche Themen tauchen mehrfach auf?“
- Vertrauen
Bisoziation
Die Methode fördert kreatives Denken, indem scheinbar nicht zusammenhängende Bilder oder Objekte mit einer Problemstellung verknüpft werden. Dadurch entstehen neue Zugänge und Lösungsansätze.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson präsentiert mehrere Bilder, die keinen direkten Bezug zu Wasser haben (z.B. Verkehr, Zement, Baustellen, etc.)
- Die Lernenden wählen in Kleingruppen ein Bild aus.
- Auftrag: „Welche Ideen oder Lösungen für den Umgang mit Wasserknappheit lassen sich aus diesem Bild ableiten?“
- Die Gruppen sammeln Assoziationen und übertragen diese auf das Ausgangsproblemen.
- Ergebnisse werden kurz im Plenum abgestellt.
- Kritisches Denken
Eckenraten
Die Methode ist bewegungsorientiert und eignet sich zur spielerischen Wissensabfrage, die Aufmerksamkeit, Schnelligkeit und Motivation fördert.
Durchführungsmöglichkeit
- Vier Lernende werden in die Ecken des Raums gestellt.
- Die Lehrperson stellt Wissensfragen, z.B. „Wie viele Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser?“
- Wer die richtige Antwort zuerst nennt, darf eine Ecke weiterziehen.
- Wer zuerst in der Startecke ankommt, der gewinnt.
- Offenheit und Lernbereitschaft
Experimentierpuzzle
Die Methode verbindet forschendes Lernen mit kooperativen Strukturen. Lernende übernehmen Verantwortung als Experten und vermitteln Wissen aktiv weiter.
Durchführungsmöglichkeit
- Expertengruppen: Kleingruppen führen unterschiedliche Experimente durch (Filtration, einfache Wasserreinigung etc.). Sie überlegen wie sie die Experimente verständlich erklären können.
- Experimentierpuzzle: Neue Gruppen werden gebildet, in denen jeweils ein Experte pro Experiment ist. Die Gruppen rotieren durch die Stationen. Experten leiten an.
- Sicherung: Rückkehr in Expertengruppen; Bearbeitung einer Transferfrage, z.B. „Warum ist Wasseraufbereitung nicht überall selbstverständlich?“
- Kommunikationsfähigkeiten
Fragenball
Der Fragenball ist eine Methode zur Wiederholung und Festigung bereits erarbeiteter und erlernter Inhalte. Durch Bewegung und spontane Reaktion wird das Wissen reaktiviert und vernetzt.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lernenden stellen sich im Kreis auf.
- Die Lehrperson stellt eine Frage zum SDG 2 und wirft daraufhin den Ball einer Person zu, z.B. Was bedeutet Ernährungsunsicherheit?“ Mögliche Fragetypen können Begriffe, Zusammenhänge und Gegensätze umfassen.
- Die fangende Person beantwortet die Frage und stellt anschlie0end selbst eine neue Frage zum Thema und wirft den Ball einer anderen Person zu. Das Spiel wird fortgeführt.
- Kurze Abschluss- und Auswertungsrunde. „Welche Frage war besonders schwierig?“
- Kommunikationsfähigkeiten
Gefühlskreis
Die Methode ermöglicht es Lernenden, emotionale Reaktionen auszudrücken und gemeinsame Werte sichtbar zu machen. Sie stärkt Empathie und Gemeinschaftsgefühl.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lernenden sitzen im Kreis. Jede Person erhält drei Karten: Herz, Hand, Stopp.
- Leitimpuls der Lehrperson, z.B. „Denk an deinen eigenen Energieverbrauch im Alltag.“
- Lernende heben eine passende Karte:
- Herz: Das macht mir Hoffnung.
- Stopp: Das macht mir Sorgen.
- Hand: Hier wünsche ich mir Untersützung.
- Auswertung: z.B. „Welche Gefühle dominieren?“; „Wo gibt es gemeinsame Sorgen oder Hoffnungen?“
- Selbsterkenntnis
Geheime Freunde
Die Methode stärkt langfristig soziale Verantwortung und Aufmerksamkeit füreinander. Nachhaltigkeit wird auf zwischenmenschliche Beziehungen übertragen.
Durchführungsmöglichkeit
- Ein Zeitraum wird festgelegt (z.B. eine Woche).
- Jede Person zieht anonym einen Namen.
- Auftrag: „Unterstütze deinen geheimen Freund dabei, energiesparend zu agieren.“ Beispiele wären Licht ausschalten, Wasserhahn zudrehen, etc.
- Am Ende folgt eine freiwillige Auflösung und Austausch.
- Auswertung: z.B. „Wie hat Unterstützung das eigene Verhalten beeinflusst?“
- Kommunikationsfähigkeiten
- Vertrauen
Kopfsalat
Die Methode ermöglicht indirektes Sprechen über Interessen, Fragen und Unsicherheiten. Sie eignet sich besonders als Einstieg in komplexe oder abstrakte Themen.
Durchführungsmöglichkeit
- Partnerarbeit: Lernende erhalten ein Comicbild mit leeren Sprechblasen.
- Arbeitsauftrag: „Was denkt oder fragt die Comicfigur zum Thema Energie der Zukunft?“
- Im Plenum werden die Comics ausgelegt und vorgelesen (in der dritten Person).
- Auswertung: z.B. „Welche Fragen tauchen häufig auf?“
- Kommunikationsfähigkeiten
Loci-Methode
Die Methode unterstützt nachhaltiges Lernen, indem Inhalte mit vertrauten Orten verknüpft werden. Wissen wird dadurch langfristig gespeichert.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lernenden stellen sich einen bekannten weg vor (z.B. Weg zum nächsten Supermarkt).
- Entlang dieses Weges ordnen sie Energieformen zu, z.B. „Haustür = Solarenergie“, „Straße = Windenergie“, etc.
- Die Lehrperson führt den Weg mündlich an. Lernende gehen ihn gedanklich ab.
- Auswertung: z.B. „Welche Bilder haben besonders geholfen?“
- Langfristige Orientierung und Visionen
Lotus-Diagramm
Die Methode hilft um ein zentrales Problem systematisch zu analysieren und verschiedene Ursachen und Lösungsansätze sichtbar zu machen.
Durchführungsmöglichkeit
- In der Mitte des Lotus-Diagramms (zentrales Feld + acht umliegende Felder) steht eine Leitfrage (z.B. „Wie kann Energie weltweit bezahlbar und gleichzeitig klmafreundlich bereitgestellt werden?“)
- In Kleingruppen bearbeiten die Lernenden folgenden Auftrag: „Tragt in die äußeren Felder Faktoren, Probleme oder Lösungsansätze ein, die mit der Leitfrage zusammenhängen (z.B. erneuerbare Energien, Kosten, Technik, Politik, etc.).
- Auswertung: „Welche Aspekte erscheinen besonders zentral?“, „Wo bestehen Zielkonflikte zwischen Bezahlbarkeit und Nachhaltigkeit?“
- Bewusstsein für Komplexität
Lotus-Diagramm
Die Methode hilft um ein zentrales Problem systematisch zu analysieren und verschiedene Ursachen und Lösungsansätze sichtbar zu machen.
Durchführungsmöglichkeit
- In der Mitte des Lotus-Diagramms steht eine Leitfrage (z.B. „Warum gibt es weltweit noch keine vollständige Gleichstellung der Geschlechter?“)
- In Kleingruppen sammeln die Lernenden acht Einflussfaktoren (z.B. Bildung, Recht, Kultur, Wirtschaft, etc.). Jeder Aspekt wird in ein äußeres Feld eingetragen.
- Auswertung: „Welche Ursachen erscheinen besonders zentral?“, „Welche sind veränderbar, welche schwer beeinflussbar?“
- Kritisches Denken
Markt der Ergebnisse
Die Methode ermöglicht einen aktiven Austausch über unterschiedliche Arbeitsergebnisse und fördert selbstständiges Nachfragen sowie aktive kommunikative Kompetenzen.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lerngruppe arbeitet in Kleingruppen zu unterschiedlichen Aspekten, z.B. Frauen und Bildung, Frauen und Arbeit, Gewalt gegen Frauen, etc.
- Die Gruppen bereiten ihre Ergebnisse visuell auf (Plakat).
- Eine Person bleibt als „Standbetreuung“ am Plakat. Die Anderen bewegen sich freu durch den Raum.
- Besuchende stellen Fragen und vergleichen Ergebnisse.
- Auswertung: „Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten zeigen sich?“, „Welche Themen betreffen besonders viele Länder?“
- Kommunikationsfähigkeiten
Meinungslinie
Die Meinungslinie ist eine bewegungsorientierte Diskussionsmethode, mit der persönliche Einstellungen sichtbar gemacht werden können. Durch den Austausch entlang einer Positionslinie werden Reflexions- und Argumentationsprozesse angeregt.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson markiert im Raum eine Linie (z.B. Klebeband).
- An den Enden der Linie stehen gegensätzliche Positionen, z.B. „Psychische Gesundheit geht nur jeden persönlich was an.“ vs. „Psychische Gesundheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“
- Die Lernenden sind im nächsten Schritt dazu angehalten sich entlang der Linie zu positionieren.
- Im Anschluss erfolgt ein Austausch mit Lernenden in ähnlichen Positionen, dann in deutlich anderen Personen.
- Auswertung durch eine kurze Plenumsdiskussion hinsichtlich der Frage, ob sich durch den Austausch Positionen verändert haben.
- Bewusstsein für Komplexität
Mystery
Die Methode fördert vernetztes Denken, indem komplexe Sachverhalte rekonstruiert und erklärt werden.
Durchführungsmöglichkeit
- Leitfrage: z.B. „Warum gehen Millionen Mädchen weltweit nicht regelmäßig zur Schule?“
- Lernenden erhalten Informationskarten (z.B. Armut, frühe Heirat, fehlende Schulen, etc.)
- In Gruppen ordnen sie die Karten und entwickeln Erklärungszusammenhänge.
- Ergebnisse werden visuell dargestellt (z.B. Wirkungsgefüge).
- Auswertung: „Welche Faktoren verstärken sich gegenseitig?“, „Wo wären politische oder gesellschaftliche Eingriffe möglich?“
- Bewusstsein für Komplexität
One-Minute-Paper
Die Methode ermöglicht kurze, persönliche Reflexionen und gibt der Lehrperson Einblicke in die Denkprozesse der Lernenden.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson stellt eine kurze Frage, z.B. „Wo begegne ich im Alltag Ungleichbehandlung zwischen den Geschlechtern?“
- Die Lernenden schreiben eine Minute lang ihre Gedanken auf.
- Die Zettel werden eingesammelt und gemischt.
- Die Zettel werden anonym vorgelesen und als Anlass für eine Besprechung genommen.
- Selbsterkenntnis
Argumentationsmap
Die Argumentationsmap ist eine strukturierende Methode zur Analyse von Problemstellungen und zur Entwicklung von Lösungsansätzen durch den Vergleich von Ist- und Soll-Zustand. Die Methode unterstützt Lernende bei der Entwicklung eines klar formulierten Appells im Kontext nachhaltiger Entwicklung.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson stellt ein einfaches Schema bereit (Tafel oder Arbeitsblatt): Ist-Schema – Soll-Zustand – Hindernisse – Appell
- Ist-Zustand: Die Lernenden beschreiben die aktuelle Situation, z.B. „Viele Menschen haben keinen Zugang zu sicherer Bildung.“
- Soll-Zustand: Die Lernenden formulieren das gewünschte Ziel, z.B. „Alle Menschen sollen Zugang zu Bildung haben.“
- Hindernisse: Es werden Gründe gesammelt, welchen den Weg vom Ist- in den Soll-Zustand maßgeblich erschweren.
- Appell: Die Lernenden formulieren einen konkreten Appell, z.B. als Merksatz „Der Ausbau kostenloser Zusatzförderungen ist ein wichtiger Schritt zu Bekämpfung von Armut.“
- Auswertung durch kurze Präsentation der Maps im Plenum
- Kritisches Denken
Assoziationsstern
Der Assoziationsstern ermöglicht einen offenen Einstieg in komplexe Themen und aktiviert vorhandenes Vorwissen.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson schreibt was Wort „Innovation“ in die Mitte der Tafel.
- Lernende nennen spontan Begriffe, die notiert werden. Die Beiträge der Lernenden werden nicht gewertet.
- Auswertung: Welche Assoziationen dominieren? Welche fehlen?
- Offenheit und Lernbereitschaft
Bisoziation
Die Methode fördert kreatives Denken, indem scheinbar nicht zusammenhängende Bilder oder Objekte mit einer Problemstellung verknüpft werden. Dadurch entstehen neue Zugänge und Lösungsansätze.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson präsentiert mehrere Bilder, die keinen direkten Bezug zu Wasser haben (z.B. Verkehr, Zement, Baustellen, etc.)
- Die Lernenden wählen in Kleingruppen ein Bild aus.
- Auftrag: „Welche Ideen oder Lösungen für den Umgang mit Wasserknappheit lassen sich aus diesem Bild ableiten?“
- Die Gruppen sammeln Assoziationen und übertragen diese auf das Ausgangsproblemen.
- Ergebnisse werden kurz im Plenum abgestellt.
- Kreativität
- Mut
Perspektivenwechsel
Der Perspektivenwechsel fördert Empathie, indem Lernende Texte aus einer anderen Sicht neugestalten. Besonders bei Themen wie Gesundheit, Krankheit oder psychischem Wohlbefinden eröffnet die Methode neue Zugänge.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lernenden lesen einen knappen Text, z.B. eine Geschichte über Stress, Krankheit oder psychische Belastung.
- Möglicher Arbeitsauftrag: „Schreibe den Text aus einer neuen Perspektive, z.B. aus der Ich-Perspektive einer betroffenen Person/aus der Sicht eines Familienmitglieds oder einer Lehrkraft.“ à Bearbeitung in Einzelarbeit
- Auswertung: Freiwillige können ihre Texte vorlesen
- Reflexion: „Was verändert sich, wenn wir die Perspektive wechseln?“
- Perspektivische Fähigkeiten
Think-Pair-Share
Think-Pair-Share ist eine Methode für eine strukturierte Diskussion, die individuelles Nachdenken, ein kooperatives Austauschen und einen gemeinsamen Erkenntnisgewinn beinhaltet. Sie eignet sich besonders zur Bearbeitung komplexer Zukunftsfragen.
Durchführungsmöglichkeit
- Think (3 – 5 Minuten): Die Lernenden denken individuell über eine von der Lehrperson gestellte Leitfrage, z.B. „Wie verändert Digitalisierung das Lernen?“ nach.
- Pair (5 Minuten): Lernende tauschen sich paarweise über ihre Überlegungen aus.
- Share (5 Minuten): Paare teilen ihr Ergebnis im Plenum. Die Lehrperson sammelt die Argumente strukturiert an der Tafel
- Auswertung: Wie hat der Austausch meine ursprüngliche Meinung verändert? Welche Facetten sind hinzugekommen?
- Kritisches Denken
Anonymer Hut
Der Anonyme Hut eignet sich gut zur anonymen Sammlung von Meinungen, Ideen oder Fragen. Die Anonymität ermöglicht allen Lernenden sich zu beteiligen, auch bei sensiblen Themen.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson formuliert eine klare Leitfrage: z.B. Was ist deiner Meinung nach die wichtigste Ursache von Armut in Deutschland?
- Die Lernenden schreiben ihre Antwort auf einen Zettel, falten ihn und werden anschließend in einem Hut gesammelt, gemischt und vorgelesen.
- Die Auswertung erfolgt, indem die Lehrperson einzelne Beiträge aufgreift und sie gemeinsam mit der Lerngruppe einordnet und bei Gelegenheit kurz diskutieren lässt.
- Empathie und Mitgefühl
- Wertschätzung
Fishbowl-Diskussion
Die Fishbowl-Diskussion ermöglicht eine strukturierte Diskussion zu kontroversen Fragen. Hier stehen aktives Zuhören und eine respektvolle Gesprächskultur im Mittelpunkt. Die Diskussionsmethode gibt den Lernenden auch die Möglichkeit zur stillen Beobachtung.
Durchführungsmöglichkeit
- Bildung eines inneren Stuhlkreises (Diskussion) und eines äußeren Kreises (Beobachtung)
- Leitfrage, z.B. „Sind alle Menschen in der Gesellschaft gleichgestellt?“
- Lernende innerhalb des Kreises können sprechen und sich argumentativ austauschen während die Lernenden im Außenkreis zuhören.
- Ein Stuhl im Innenkreis bleibt frei, dieser ist für Lernende im Außenkreis die zeitweise mitdiskutieren wollen.
- Der Außenkreis bekommt folgende Beobachtungsaufträge, z.B. „Welche Argumente werden genannt?“ oder „Wie gestaltet sich die Gesprächsatmosphäre?“
- Kommunikationsfähigkeiten
Freewriting
Beim Freewriting sollen die Lernenden ohne Unterbrechung zu einem vorgegebenen Impuls schreiben. Hierbei liegt der Fokus die Gedanken fließen zu lassen und nicht auf die Qualität oder Struktur der produziertes Textes.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson notiert einen Schreibimpuls and die Tafel, z.B. „Was bedeutet Hunger – für Betroffene und für unsere Gesellschaft?“
- Die Lernenden schreiben nun für eine festgelegte Minutenzahl (5 min) ohne den Stift abzusetzen. Es sollen keine Korrekturen erfolgen, auch von Nachdenken über
- Formulierungen soll abgesehen werden.
- Freiwillige können Ihre formulierten Texte vorlesen.
- Auswertung: „Welche Gedanken kamen mehrfach vor?“
- Offenheit und Lernbereitschaft
- Selbsterkenntnis
Ideensalat
Der Ideensalat ermöglicht die Sammlung individueller Gedanken und anschließende gemeinschaftliche Strukturierung.
Durchführungsmöglichkeit
- In Einzelarbeit erhalten die Lernenden zwei verschiedenfarbige Karten:
- Frage 1: „Was sind Ursachen von Hunger?“
- Frage 2: „Was könnte Hunger reduzieren?“
- Die Lernenden schreiben Antworten auf die Karten. Die Karten werden anschließend eingesammelt und gruppenweise sortiert.
- Die Antworten werden im Plenum durchgegangen und werden Kategorien zugeordnet (z.B. politisch, sozial, etc.).
- Kreativität
- Mut
Murmelgruppe
Die Murmelgruppe ermöglicht den Lernenden einen niedrigschwelligen Austausch in Kleingruppen und eignet sich besonders gut, um erste Meinungen zu bilden und auszutauschen.
Durchführungsmöglichkeit
- Lehrperson legt Leitfrage fest, z.B. „Was bedeutet hochwertige Bildung für dich?“
- Lernende tauschen sich im Anschluss zu zweit oder zu dritt aus.
- Anschließend erfolgt eine kurze Rückmeldung im Plenum
- Auswertung durch Reflexion, z.B. „Welche Gedanken hat eure Gruppe geäußert, auf die ihr von selbst nicht gekommen wärt?“
- Vertrauen
Nummerierte Köpfe
Die Methode strukturiert Gruppenarbeiten, indem jeder Person eine feste Rolle zugewiesen wird. Dadurch kann sichergestellt werden, dass alle Lernenden aktiv beteiligt sind und Verantwortung für den gemeinsamen Arbeitsprozess tragen.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lernenden werden in Kleingruppen eingeteilt. Jede Person enthält eine feste Rolle (z.B. Schriftführer, Zeitwächter, etc.).
- Die Lehrperson stellt eine Aufgabe, z.B. „Wie kann unsere Stadt nachhaltig gestaltet werden?“
- Die Gruppe bearbeitet diese Aufgabe gemeinsam und die einzelnen Teammitglieder über ihre Rolle aus.
- Gemeinsame Reflexion im Plenum, z.B. „Wie hat die Rollenverteilung funktioniert?“
- Mitgestaltungsfähigkeiten
Placemat
Die Placemat-Methode verbindet individuelles Nachdenken mit kooperativem Austausch. Unterschiedliche Perspektiven werden sichtbar und gemeinsam zu einem Gruppenergebnis verdichtet.
Durchführungsmöglichkeit
- Jede Gruppe erhält ein Placemat mit einem Gemeinschaftsfeld in der Mitte und Einzelfeldern außen.
- Phase 1 Nachdenken: Leitfrage, z.B. „Was macht eine Stadt lebenswert und nachhaltig? à Jede Person notiert ihre eigenen Gedanken im eigenen Feld.
- Phase 2 Austausch: Alle Gruppenmitglieder stellen ihre Gedanken vor. Die gemeinsamen Ergebnisse werden im Mittelfeld festgehalten
- Phase 3 Vorstellen: Präsentation der Gruppenergebnisse im Plenum
- Bewusstsein für Komplexität
- Perspektivische Fähigkeiten
Polyasches Schema
Das polyasche Schema unterstützt Lernende dabei, komplexe Probleme systematisch zu analysieren und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Durchführungsmöglichkeit
- Verstehen: Das Problem wird geklärt, z.B. „Welche „Welche Probleme verursacht der Autoverkehr in Städten?“
- Plan entwickeln: Sammeln möglicher Lösungswege
- Plan ausführen: Eine Lösung soll konkret ausgearbeitet werden.
- Rückschau: Reflexion der Lösungen, z.B. hinsichtlich Umsetzbarkeit oder langfristige Folgen
- Kritisches Denken
- Langfristige Orientierung und Visionen
Rasende Reporter
Die Methode bringt Bewegung in die Lehre und fördert den Austausch über erste Assoziationen und Einstellungen zum Thema.
Durchführungsmöglichkeit
- Alle Lernenden erhalten einen Fragebogen mit Ja/Nein-Fragen, z.B. „Gibt es in deiner Stadt genügen Grünflächen?“
- Die Lernenden bewegen sich frei im Raum, befragen sich gegenseitig und sammeln Unterschriften.
- Wer alle Unterschriften gesammelt hat, macht lautstark auf sich aufmerksam.
- Auswertung im Plenum durch das Aufgreifen und Besprechen einzelner Antworten
- Inklusive Denkweise und interkulturelle Kompetenz
- Kommunikationsfähigkeiten
Schneeballverfahren
as Schneeballverfahren ist eine kooperative Methode zur schrittweisen Ideenentwicklung. Individuelle Gedanken werden zunächst gesammelt und anschließend durch Austausch und Aushandlung in immer größeren Gruppen weiterentwickelt und verdichtet.
Durchführungsmöglichkeit
- Lehrperson stellt eine Leitfrage, z.B. „Was brauchen Städte, um für alle Menschen nachhaltig und lebenswert zu sein?“
- Phase 1 Einzelarbeit: Jeder Lernende notiert fünf Ideen auf einem DIN A5 Blatt.
- Phase 2 Partnerarbeit: Zwei Lernende tauschen sich aus und einigen sich auf sechs zentrale Aspekte, die auf ein DIN A4 Blatt geschrieben werden.
- Phase 3 Gruppenarbeit: Zwei Zweierteams bilden ein Viererteam. Die Gruppe diskutiert ihre Ergebnisse und wählt acht besonders wichtige Aspekte, die auf einem DIN A3 Blatt festgehalten werden
- Phase 4 Präsentation: Die Gruppen stellen ihre Ergebnisse im Plenum vor und überlegen gemeinsam über Überschneidungen, Unterschiede und Prioritäten.
- Auswertung durch kurze Reflexion im Plenum, z.B. „Welche Ideen haben sich durch den Austausch verändert?“
- Kommunikationsfähigkeiten
Pro-Contra-Debatte
Die Pro-Contra Debatte ist eine strukturierte Methode für ein Streitgespräch und dient zur Argumentationsschulung sowie der Perspektivübernahme.
Durchführungsmöglichkeit
- Lehrperson gibt Streitfrage vor, z.B. „Sollen nicht nachhaltige Produkte gesetzlich verpflichtend teurer sein?“
- Kleingruppen: Sammlung von Pro- und Contra-Argumenten
- Plenum: Debatte mit Sprechern, moderiert durch Lehrperson oder weiteren Lernenden
- Reflexion: „Welche Argumente waren besonders überzeugend?“ oder „Hat sich die eigene Meinung verändert?“
- Kritisches Denken
Rotierendes Partnergespräch
Die Methode ermöglicht einen intensiven Austausch in wechselnden Paaren und trainiert aktives Zuhören sowie präzises Zusammenfassen.
Durchführungsmöglichkeit
Die Lernenden werden in A oder B eingeteilt und bilden dann jeweils den Innen- oder Außenkreis.
Die Lehrperson gibt den Gesprächsimpuls vor, z.B. „Wo fällt es mir leicht, nachhaltig zu konsumieren und wo nicht?“
Ablauf: Person B spricht, A hört zu und fasst zusammen; Rollenwechsel nach Signal; B-Gruppe rückt weiter.
Auswertung im Plenum, z.B. „Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede wurden deutlich?“
- Kommunikationsfähigkeiten
Sokratisches Gespräch
Das sokratische Gespräch ermöglicht eine strukturierte, respektvolle Auseinandersetzung mit ethischen und gesellschaftlichen Fragestellungen.
Durchführungsmöglichkeit
- Lehrperson erläutert Leitfrage, z.B. „Hat jeder Mensch ein Recht auf die gleiche Bildung?“ und bringt einen kurzen Impuls oder Beispiel an.
- Die Diskussion erfolgt nach vereinbarten Gesprächsregeln und wird von der Lehrperson oder einem weiteren Lernenden neutral moderiert.
- Reflexion kann auf inhaltliche Ebene erfolgen sowie auf Meta-Ebene (z.B. „Wie haben wir diskutiert?“)
- Bewusstsein für Komplexität
- Kritisches Denken
Stichwortgeschichte
Die Stichwortgeschichte ist eine kreative Methode, bei der fachliche Inhalte erzählerisch verknüpft werden. Sie fördert freies Sprechen und Schreiben, Fantasie sowie das Verständnis der Inhalte.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson gibt ein Oberthema vor, z.B. „Plastik im Alltag“
- Einzel- und Partnerarbeit Jede Person notiert auf zwei Karten je einen Begriff zum Thema.
- Plenum: Alle Karten werden eingesammelt, gemischt und anschließend neu verteilt. Jeder Lernende zieht zwei Karten.
- Arbeitsauftrag: „Erfinde eine kurze, lustige oder spannende Geschichte, in der beiden Begriffe sinnvoll und fachlich korrekt vorkommen.“
- Auswertung: „Welche Zusammenhänge zwischen Konsum und Produktion wurden deutlich.“
- Kreativität
- Mut
Stimmungsbarometer
Das Stimmungsbarometer ist eine niedrigschwellige Reflexionsmethode zur Einschätzung von Lernprozessen, Arbeitsklima und persönlichem Empfinden.
Durchführungsmöglichkeit
- Lehrperson bereitet ein Plakat mit einer Skala vor (z.B. „sehr zufrieden“ bis „sehr unzufrieden“)
- Die Lernenden überlegen in Stillarbeit über Leitfragen, z.B. „Wie habe ich mich während der Auseinandersetzung mit Konsum und Verantwortung gefühlt?“
- Sie markieren Ihre Position auf der Skala mit einem Klebepunkt.
- Auswertung durch kurzes Gespräch im Plenum
- Gegenwärtigkeit
- Selbsterkenntnis
Stummer Impuls
Der stumme Impuls ist eine aktivierende Methode, die sich zum Einstieg eignet. Sie funktioniert ohne verbale Steuerung erste Assoziationen und Emotionen frei.
Durchführungsmöglichkeit
- Lehrperson zeigt kommentarlos ein Bild, z.B. Schmelzende Gletscher oder Ausgetrocknetes Flussbett
- Die Lernenden äußern nacheinander ihre Gedanken, ohne Kommentare oder Diskussion.
- Die Lehrkraft fasst die Beiträge zusammen und leitet zum Thema über.
- Gegenwärtigkeit
- Offenheit und Lernbereitschaft
Talkshow
Die Talkshow stellt eine Simulation eines öffentlichen Streitgespräches dar und schult Urteilsfähigkeit, Argumentationskompetenz und Perspektivenübernahme.
Durchführungsmöglichkeit
- Lerngruppe einigt sich auf Streitfrage, z.B. „Schadet konsequenter Klimaschutz der Wirtschaft?“
- Einteilung in Pro- und Kontragruppen, anschließende Recherche und Argumentesammlung in Kleingruppen
- Rollenverteilung: Moderator, Gast, Publikum
- Durchführung der Talkshow mit optionaler Abstimmung im Anschluss über überzeugendste Argumente
- Kritisches Denken
- Perspektivische Fähigkeiten
Warme Dusche
Die Methode stärkt das Selbstwertgefühl und das soziale Klima durch bewusstes positives Feedback.
Durchführungsmöglichkeit
- Stuhlkreis der Lernenden; eine Person freiwillig in der Mitte
- Die Mitlernenden äußern positive Rückmeldungen, z.B. „Ich finde es gut, dass du uns immer daran erinnerst das Licht auszuschalten.“
- Fokus liegt auf einer freiwilligen Teilnahme.
- Verbundenheit
- Wertschätzung
World Café
Das World Café fördert durch rotierende Gruppengespräche das dialogische Lernen und die kollektive Wissensbildung.
Durchführungsmöglichkeit
- Es liegen Leitfragen auf unterschiedlichen Tischen, z.B. Wie kann Schule gerechter werden?“ oder „Was brauchen Lehrende, um Lernenden gute Bildung zu ermöglichen?“
- An jedem Tisch sitzt ein Gastgeber. Es folgen Gesprächsrunden, nach einer festgesetzten Zeit erfolgt ein Tischwechsel. Ergebnisse werden auf Papier festgehalten.
- Abschluss: Gemeinsam Auswertung der Gesprächsergebnisse im Plenum
- Kommunikationsfähigkeiten
- Mitgestaltungsfähigkeiten
Zukunftswerkstatt
Die Zukunftswerkstatt stellt eine partizipative Methode dar, die zur Entwicklung kreativer und realistischer Lösungsansätze für gesellschaftliche Probleme genutzt werden kann. Sie verbindet Kritik, Vision und Handlungsorientierung.
Durchführungsmöglichkeit
- Vorbereitungsphase: Lehrperson formuliert gemeinsam mit Lernenden die Problemfrage, z.B. „Warum fällt es schwer, klimaschonend zu handeln?“; Materialien zur Visualisierung werden bereitgestellt (Plakate, Stifte etc.)
- Kritikphase: Offene Sammlung von Kritikpunkte, z.B. „Was läuft beim Klimaschutz aktuell schief?“/“Was ärgert oder frustriert mich?“; Alle Beiträge werden wertfrei gesammelt.
- Fanatsiephase: Gruppen entwickeln Visionen einer klimafreundlichen Zukunft à Arbeitsauftrag: „Stellt euch vor, Klimaschutz funktioniert perfekt – wie sieht unser Alltag aus?“
- Verwirklichungsphase: Überprüfen der utopischen Ideen auf Realisierbarkeit; Entwickeln konkreter Schritte zur Umsetzung
- Nachbereitungsphase: Präsentation der Ergebnisse im Plenum; Reflexion, z.B. „Was können wir selbst realistisch beitragen?“
- Beharrlichkeit
- Kreativität
- Mut
Jeopardy
Jeopardy ist ein quizbasiertes Wiederholungsformat, das Wissen strukturiert und Motivation durch Wettbewerb erzeugt.
Durchführungsmöglichkeit
- Vorbereitung einer Tafel mit Kategorien, z.B. „Meereslebewesen“, „Umweltprobleme“, „Schutzmaßnahmen“
- Zu diesen Themen werden Fragen vorbereitet mit aufsteigenden Punktezahlen.
- Nachdem die Lerngruppe in kleinere Gruppen eingeteilt wurde, können Teams abwechseln Fragen auswählen und beantworten /z.B. Frage zu Schutzmaßnahmen, die 300 Punkte bringt). Bei richtigen Antworten führt das zu einem Punktgewinn und die Frage wird weggelegt.
- Kritisches Denken
- Langfristige Orientierung und Visionen
Kettenquiz
Das Kettenquiz ist eine spielerische Methode zur Wiederholung und Festigung von Wissen. Es fördert Aufmerksamkeit und aktive Beteiligung der Lernenden.
Durchführungsmöglichkeit
- Jede Person erhält eine Karte. Auf der Vorderseite steht eine Frage, auf der Rückseite die Antwort zu einer anderen Frage.
- Eine Person liest die Frage vor. Die Person welche glaubt die Antwort zu dieser Frage auf der eigenen Karte steht, antwortet. Die Person liest im Anschluss die eigene Frage vor.
- Das Quiz läuft als geschlossene Kette durch die Lerngruppe.
- Beharrlichkeit
Kugellager
Das Kugellager ermöglicht einen intensiven Meinungsaustausch mit wechselnden Gesprächspartnern. Jede Person kommt dabei mehrfach zu Wort.
Durchführungsmöglichkeit
- Es werde zwei Stuhlkreise gebildet (innen- und Außenkreis). Jeweils zwei Personen sitzen sich gegenüber.
- Die Lehrperson gibt einen Gesprächsimpuls, z.B. „Wer trägt die größte Verantwortung für den Schutz der Meere?“
- Im Zweiergespräch tauschen sich die Lernenden aus.
- Bei einem Signal der Lehrperson rutscht der Innenkreis einen Platz weiter und so wird der Austausch mit einer neuen Person ermöglicht.
- Zum Abschluss können zentrale Argumente im Plenum gesammelt werden.
- Kommunikationsfähigkeiten
Lehrendenvortrag
Der Lehrendenvortrag ermöglicht eine strukturierte Einführung eines komplexen Themas.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson halt einen klar gegliederten Kurzvortrag.
- Zur Unterstützung kommen Medien, wie Grafiken, Karten oder kurze Videos zum Einsatz.
- Zum Abschluss können kurze Zwischenfragen oder Verständnisfragen gestellt werden.
- Kommunikationsfähigkeiten
Lerntempoduett
Das Lerntempoduett stellt eine kooperative Lernmethode für die innere Differenzierung dar. Lernende arbeiten hier in ihrem eigenen Tempo und vermitteln sich gegenseitig Wissen. Dabei findet ein Wechsel zwischen Experten- und Lernendenrolle.
Durchführungsmöglichkeit
- Aufteilen der Lerngruppe in zwei gleichgroße Gruppen: Die Gruppen erhalten jeweils unterschiedliche Texte, z.B. Gruppe A zu Plastikverschmutzung und Gruppe B zur Überfischung
- In Einzelarbeit lesen die Lernenden ihre Texte und notieren sich wichtige Inhalte stichpunkartig. Wer fertig ist, steht auf und bildet mit der nächsten stehenden Person ein Lerntempoduett.
- Das Duett erklärt sich die Inhalte der Texte in eigenen Worten.
- Sicherung im Plenum durch Sammlung zentraler Erkenntnisse
- Kommunikationsfähigkeiten
Brainwriting
Brainwriting ist eine strukturierte Ideenfindungsmethode, bei der alle Lernenden gleichberechtigt Ideen einbringen. Kreative und auch ungewöhnliche Lösungsansätze werde gefördert.
Durchführungsmöglichkeit
- Alle Lernenden sitzen an Gruppentischen zusammen und erhalten ein Blatt Papier. Darauf befindet sich eine Fragestellung, z.B. „Was können wir konkret zum Schutz der Artenvielfalt beitragen?“
- Jede Person bekommt drei Minuten Zeit, um sich drei Ideen aufzuschreiben.
- Im Anschluss werden die Blätter innerhalb der Kleingruppe weitergereicht und mit neuen Ideen ergänzt. Hier sind mehrere Runden möglich.
- Abschließend werden alle Ideen gesammelt, geordnet und diskutiert.
- Kreativität
- Mut
Fiktives Interview
Das fiktive Interview ist ein Rollenspiel, welches Perspektivwechsel ermöglicht und das empathische Denken fördert. Lernende versetzen sich hierfür in betroffene oder handelnde Personen hinein.
Durchführungsmöglichkeit
- Ein Sachtext wird als Grundlage herausgegeben (z.B. Bericht über Regenwaldzerstörung)
- Die Lernenden lesen den Text und formulieren passende Interviewfragen.
- Es bilden sich Gruppen oder Paare, jede Person nimmt eine Rolle ein (z.B. Förster, Umweltschützer, etc.)
- Das Interview wird mithilfe der Fragen durchgeführt. Die Rollen antworten dementsprechend.
- Reflexion: „Wie hat sich der Perspektivenwechseln angefühlt?“
- Empathie und Mitgefühl
Glückstopf
Der Glückstopf dient der begrifflichen Klärung und Strukturierung von komplexen Themen. Durch das Erklären zentraler Begriffe wird das Fachwissen gesichert und vernetzt.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson legt Themen fest, wie „Artenvielfalt“, „Abholzung“ oder „Bodenerosion“
- Es werden Kleingruppen gebildet. Jede Kleingruppe schreibt Schlüsselbegriffe zu ihrem Thema auf die Karten. Diese werden eingesammelt und gemischt.
- Eine Person zieht eine Karte und versucht den Begriff zu erklären.
- Rückfragen und Ergänzungen sind ausdrücklich erwünscht.
- Bewusstsein für Komplexität
Gordischer Knoten
Der gordische Knoten ist eine bewegungsorientierte Kooperationsmethode, die das Gemeinschaftsgefühl stärkt und verdeutlicht, wie wichtig Zusammenarbeit, Geduld und Kommunikation bei komplexen Problemen sind.
Durchführungsmöglichkeit
- Lernende stellen sich im Kreis auf und schließen die Augen.
- Mit ausgestreckten Armen gehen sie zur Mitte und fassen unterschiedliche Hände. Lehrperson achtet darauf, dass keine isolierten Paare entstehen.
- Die Augen werden geöffnet und Aufgabe ist es, den Knoten zu entwirren ohne die Hände loszulassen.
- Zentral ist im Anschluss die Reflexion: Es soll reflektiert werden, was geholfen hat, um Probleme zu lösen. Hierbei sollen klare Absprache, klare Kommunikation und Vertrauen zueinander sichtbar gemacht werden.
- Kommunikationsfähigkeiten
- Vertrauen
Material sammeln
Bei Material sammeln sollen die Lernenden dazu angeregt werden die Natur unmittelbar wahrzunehmen und sich handelnd mit der Umwelt auseinanderzusetzen. Wahrnehmung, Achtsamkeit und Umweltbewusstsein werden gestärkt.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lernenden erhalten den Auftrag Material zu sammeln (Blätter, Zapfe, Bilder aus Zeitschriften, Fotos von Plakaten/Werbung)
- Im Anschluss werden diese in Gruppen anch bestimmten Kriterien gesammelt (z.B. Farben, Forme, Lebensräume)
- Aus den Materialien entsteht dann eine Collage, z.B. zu Fleischkonsum oder zu Plastik in Verbrauchsprodukten)
- Die Ergebnisse können im Anschluss präsentiert werden.
- Gegenwärtigkeit
Schneeballverfahren
as Schneeballverfahren ist eine kooperative Methode zur schrittweisen Ideenentwicklung. Individuelle Gedanken werden zunächst gesammelt und anschließend durch Austausch und Aushandlung in immer größeren Gruppen weiterentwickelt und verdichtet.
Durchführungsmöglichkeit
- Lehrperson stellt eine Leitfrage, z.B. „Was brauchen Städte, um für alle Menschen nachhaltig und lebenswert zu sein?“
- Phase 1 Einzelarbeit: Jeder Lernende notiert fünf Ideen auf einem DIN A5 Blatt.
- Phase 2 Partnerarbeit: Zwei Lernende tauschen sich aus und einigen sich auf sechs zentrale Aspekte, die auf ein DIN A4 Blatt geschrieben werden.
- Phase 3 Gruppenarbeit: Zwei Zweierteams bilden ein Viererteam. Die Gruppe diskutiert ihre Ergebnisse und wählt acht besonders wichtige Aspekte, die auf einem DIN A3 Blatt festgehalten werden
- Phase 4 Präsentation: Die Gruppen stellen ihre Ergebnisse im Plenum vor und überlegen gemeinsam über Überschneidungen, Unterschiede und Prioritäten.
- Auswertung durch kurze Reflexion im Plenum, z.B. „Welche Ideen haben sich durch den Austausch verändert?“
- Mitgestaltungsfähigkeiten
Sortieren/Strukturlegen
Die Methode unterstützt Lernende dabei, Wissen zu ordnen, Zusammenhänge zu erkennen und Themen systematisch zu durchdringen. Vorwissen wird aktiviert und vorhandenes Wissen sichtbar gemacht.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson bereitet Themenkarten vor, z.B. „Rechtsstaatlichkeit“, „Menschenrechte“, „Gewaltenteilung“, etc.
- Zusätzlich werden Bilder oder Begriffe vorbereitet (z.B. Polizei, Demonstration, etc.).
- Die Lernenden ordnen die Bilder und Begriffe den Themenkarten zu.
- Reflexion: „Warum passt dieses Bild zu diesem Thema?“, „Gibt es Mehrdeutigkeiten?“
- Bewusstsein für Komplexität
- Kritisches Denken
Soziometrische Abfrage
Die Methode macht Meinungen, Einstellungen oder Gruppendynamiken sichtbar und fördert das Verständnis für unterschiedliche Positionen innerhalb einer Gruppe.
Durchführungsmöglichkeit
- Die Lehrperson stellt unterschiedliche Aussagen vor, z.B. „Gerichte behandeln alle Menschen gleich.“, „Polizei sorgt für die Sicherheit aller.“
- Die Lernenden positionieren sich entlang einer Skala im Raum (Ablehnung an der Tafel vs. Zustimmung an der hinteren Wand)
- Lernende sind dazu eingeladen ihre Position kurz zu begründen.
- Verbundenheit
- Wertschätzung
Streitlinie
Die Streitlinie ist eine bewegungsorientierte Diskussionsmethode, die auf die Förderung von argumentativen Fähigkeiten abzielt und unterschiedliche Sichtweisen klar macht.
Durchführungsmöglichkeit
- Im Raum wird eine Linie markiert. Die jeweiligen Enden stehen für gegensätzliche Positionen (z.B. Mehr Sicherheit durch mehr Überwachung vs. Überwachung als Einschränkung der Freiheit)
- Die Lernenden positionieren sich entsprechend ihrer Meinungen.
- Personen, die nah beieinander stehen sammeln ihre Argumente.
- Vertreter der Gruppen tragen ihre Argumente vor.
- Gemeinsame Auswertung der Argumente
- Kommunikationsfähigkeiten
Walt-Disney-Methode
Die Methode ermöglicht es komplexe Probleme aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und realistische Lösungen zu entwickeln.
Durchführungsmöglichkeit
- Es werden Gruppen mit jeweils drei Personen gebildet. Eine Person nimmt die Rolle des Träumers (entwickelt Visionen), Realist (plant Umsetzungstechniken) oder Kritiker (prüft Risiken und Schwächen) ein.
- Mithilfe dieser drei Rollen werden Lösungsansätze für gerechtere Institutionen entwickelt, hinsichtlich ihrer Umsetzung geprüft und kritisch bewertet.
- Dieser Zyklus wiederholt sich solange bis eine tragfähige Lösung entsteht.
- Langfristige Orientierung und Visionen
- Perspektivische Fähigkeiten
Punktabfrage
Die Methode macht Meinungen und Präferenzen visuell sichtbar und zeigt Unterschiede und Gemeinsamkeiten innerhalb der Lerngruppe auf.
Durchführungsmöglichkeit
- Lehrperson teilt Karten aus, auf welchen Aussagen oder Aspekte stehen, z.B. „Digitale Medien“, „Ruhige Lernatmosphäre“, etc. à Karten werden im Raum ausgelegt
- Lernende verteilen Klebepunkte bei den jeweiligen Aspekten, die sie für besonders relevant halten.
- Kurzer Austausch in Gruppen oder Reflexion im Plenum über das Ergebnis der Verteilung
- Verbundenheit
- Wertschätzung
Sekt-/Punschempfang
Die Methode ist eine bewegungsorientierte Präsentationsform, bei der Ergebnisse kur, mehrfach und mit wechselnden Partnern vorgestellt werden. Wichtig ist, dass sich diese Methode an eine Erarbeitungsphase anschließt.
Durchführungsmöglichkeit
- Lernende bewegen sich frei im Raum.
- Treffen sich jeweils drei Personen, stellen sie sich kurz ihre Ergebnisse vor
- Nach kurzer Zeit lösen sich die Gruppen auf und neue Gruppen entstehen. Niemand sollte zweimal mit derselben Person entsprechen.
- Abschluss im Plenum mit Sammlung der zentralen Erkenntnisse.
- Mitgestaltungsfähigkeiten
Streitlinie
Die Streitlinie ist eine bewegungsorientierte Diskussionsmethode, die auf die Förderung von argumentativen Fähigkeiten abzielt und unterschiedliche Sichtweisen klar macht.
Durchführungsmöglichkeit
- Im Raum wird eine Linie markiert. Die jeweiligen Enden stehen für gegensätzliche Positionen (z.B. Mehr Sicherheit durch mehr Überwachung vs. Überwachung als Einschränkung der Freiheit)
- Die Lernenden positionieren sich entsprechend ihrer Meinungen.
- Personen, die nah beieinander stehen sammeln ihre Argumente.
- Vertreter der Gruppen tragen ihre Argumente vor.
- Gemeinsame Auswertung der Argumente
- Kommunikationsfähigkeiten
Wortwiese
Durchführungsmöglichkeit
- Eine Pinnwand mit grünem Hintergrund wird von der Lehrperson vorbereitet.
- Als stiller Impuls werden einzelne vorbereitete Begriffe angepinnt (z.B. „NGOs“, „UN“, etc.). In der Mitte bleibt Platz für das Kernthema („Partnerschaften“).
- Lernende ergänzen in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit weitere Begriffe oder kurze Aussagen auf Blütenkarten.
- Gemeinsame Besprechung und Ordnung der Wortwiese im Plenum
- Bewusstsein für Komplexität
- Sinnstiftung
Zukunfts-Visionengalerie
Die Methode ist eine kreative, aktivierende Methode bei der Lernende ihre persönlichen Zukunftsvorstellungen visualisieren. Sie fördert die Auseinandersetzung mit eigenen Handlungsmöglichkeiten und macht unterschiedliche Perspektiven sichtbar.
Durchführungsmöglichkeit
- Alle Lernenden erhalten ein Blatt Papier und Mal- sowie Zeichenmaterial
- Arbeitsauftrag: „Stelle dar, wie du dir eine gerechte und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Ländern, Organisation oder Menschen vorstellst.“
- Die Lernenden werden kreativ. Hierbei steht der Ausdruck der eigenen Ideen im Vordergrund.
- Nach Fertigstellung werden die Bilder im Raum aufgehängt.
- Die Lernenden stellen ihre Visionen vor.
- Langfristige Orientierung und Visionen